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Darmnährstoffe

Darmtrakt und Darmfunktionen

Der Darm setzt sich aus dem Dickdarm und Dünndarm zusammen. Der Dünndarm wird in drei Abschnitte; Zwölffingerdarm, Leerdarm und Krummdarm eingeteilt und beginnt im Anschluss an den Magen. An den Dünndarm schließt sich der Dickdarm mit den Abschnitten Blinddarm, Grimmdarm und Mastdarm an. Zu den Hauptaufgaben des Darms zählen die Gewinnung von Nährstoffen, die Bereitstellung von Energie, die Immunabwehr sowie die Entgiftung und Ausscheidung von nicht verwertbaren Bestandeilen. Der Darm ist nicht nur unser wichtigstes Verdauungsorgan, sondern ist auch für unser Immunsystem zuständig. Eine gesunde Darmflora ist dabei Voraussetzung, damit unser Immunsystem und unsere Verdauung gut funktionieren. Dafür braucht der Darm einerseits Ballaststoffe, die als Treibstoff funktionieren und das Organ in Bewegung halten und anderseits ein ausgewogenes Bakterienmilieu in der Darmfora, dass wiederum mögliche Krankheitserreger in Schach hält.

Darm-Mikrobiom

Der menschliche Körper ist von der Haut über die Atemwege bis zum Verdauungstrakt dicht mit Mikroorganismen besiedelt. Den Hauptteil des menschlichen Mikrobioms machen Bakterien aus. Der größte Teil des menschlichen Mikrobioms ist im Darm angesiedelt und auch als Darmflora oder Darmmikrobiota bekannt. Im Verdauungstrakt herrscht ein mikroskopisches Leben. Die saure Umgebung des Magens und Dünndarms erlaubt es nur wenigen Bakterienspezies zu überleben. Ab dem letzten Drittel des Dünndarms steigt der pH-Wert an und es wird basisch und gleichzeitig nimmt auch die Zahl der Mikroorganismen zu. Im Dickdarm sind Anzahl und Diversität der Mikroorganismen am höchsten. Hier herrschen anaerobe Bedingungen, das heißt, nur Organismen, die für ihren Stoffwechsel keinen Sauerstoff benötigen und Energie zum Beispiel aus Fermentation generieren, siedeln sich hier an. Das Darm-Mikrobiom ist jedoch keine einheitliche Bakteriengemeinschaft, sondern variiert von Mensch zu Mensch. Faktoren, die die Zusammensetzung des Mikrobioms beeinflussen, sind unter anderem das Alter, Genetik, Einnahme von Medikamenten und die Ernährungsgewohnheiten. Bei der Nahrungsverdauung regen die Mikroorganismen die Darmbewegungen an, sind bei der Verwertung von Nahrungsbestandteilen beteiligt und produzieren für den Körper essentielle Nährstoffe. Die hautsächliche Nahrungsquelle des Darmmikrobioms sind fasrige Nahrungsbestandteile, sogenannte Ballaststoffe. Mikroorganismen können in unserem Darm aus Ballaststoffen essentielle Mikronährstoffe wie Vitamine produzieren und leisten so einen wichtigen Beitrag zur Versorgung des Körpers mit Nährstoffen. Eine weitere wichtige Funktion eines intakten Darmmikrobioms ist die Abwehr von krankmachenden Keimen. Ein gut funktionierendes Mikrobiom hat einen positiven Einfluss auf unser Immunsystem, Wohlbefinden und Vitalität.

Präbiotika

Ballaststoffe sind gesundheitsfördernde und faserreiche Bestandteile aus Pflanzen, die unverdaut bis in den Dickdarm gelangen. Es gibt wasserlösliche Ballaststoffe, wie pflanzliche Akazienfasern sowie Inulin und Pektin, die hauptsächlich in Obst und Gemüse vorkommen. Und wasserunlösliche Ballaststoffe, wie Zellulose und Lignin, die vorwiegend in Getreide und Getreideprodukte enthalten sind. Ballaststoffe erhöhen das Volumen der Nahrung, ohne dabei wesentliche Kalorien zu liefern. Sie machen satt, aber nicht dick und wirken sich positiv auf die Darmtätigkeit und den Stoffwechsel aus. Sie sorgen für eine längere Verweildauer im Magen und fördern dadurch das Sättigungsgefühl und binden Wasser und sorgen so für ein erhöhtes Stuhlvolumen. Ballaststoffe sind für unseren Organismus essenziell, denn diese fördern die Darmaktivität und unterstützen den Verdauungsprozess und die Ausscheidung von schädlichen Substanzen. Ein gesundes Verdauungssystem zeichnet sich vor allem auch durch eine intakte Darmflora aus. Das optimale Verhältnis und das Vorhandensein wichtiger Bakterien und Mikroorganismen sorgen dafür, dass unser Darm einwandfrei funktionieren und seine Aufgaben bewältigen kann. Präbiotische Ballaststoffe unterstützen bei diesen Aufgaben unsere Darmflora. Diese passieren als nicht verdaubare Bestandteile den Magen und den Dünndarm und gelangen bis in den Dickdarm. Dort unterstützen die präbiotischen Ballaststoffe die Darmflora, indem sie das Wachstum und Aktivität der guten Bakterien im Dickdarm anregen.

Probiotika

Als Probiotika werden lebende Mikroorganismen bezeichnet. Die Bezeichnung „probiotisch“ wird vor allem für Nahrungsmittel verwendet, welche verdauungsförderliche Mikroorganismen wie z.B. Bifidobakterien oder Laktobazillen beinhalten. Dazu zählen vorrangig vergorene Lebensmittel wie Joghurt, Käse, Sauerkraut, Kefir, Kombucha, Kimchi, Miso und andere fermentierte Nahrungsmittel. In jüngster Zeit findet man auch viele angereicherte Lebensmittel mit probotischen Kulturen. Probiotika sind lebende Mikroben bzw. aktive Kulturen, die lebensfähige Mikroorganismen enthalten, welche sich im Darm vermehren und einen gesundheitlichen Nutzen für den Wirt bzw. Menschen vermitteln. Bei ausreichender Einnahme lassen sich probiotische Stämme im Darm ansiedeln und können so zum Wohlbefinden beitragen. Dies vor allem nach einer Einnahme von Antiobiotika, welche einen negativen Einfluss auf die Darmflora haben.

Hinweise

Unsere Informationen können keine persönliche Beratung, eine Untersuchung oder Diagnose durch eine medizinische Fachperson ersetzen. Unsere Information über Pflanzen und Vitalstoffe, rechtfertigen nicht, diese als Ersatz für geeignete Arzneimittel oder medizinische Therapieformen zu betrachten.

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