Brainfood Gedächtnisnährstoffe

Das menschliche Gehirn ist eine äusserst komplexe Maschinerie, welche ausreichend Sauerstoff, Flüssigkeit und Nährstoffe für die Gehirnfunktionen benötigt. Ein Mangel kann die Funktion beinträchtigen und verschlechtern. Aber auch Stress, ungenügender Schlaf, Alkohol, Nikotin und Medikamente können das Gedächtnis negativ beeinflussen. Um Gedächtnisprobleme zu vermeiden und das Risiko von Alzheimer und Demenz zu verringern, ist es wichtig, das Gedächtnis zu trainieren und mit den notwendigen Nährstoffen zu versorgen. Eine gesunde Ernährungsweise führt zu einer besseren Leistung des Gehirns. Sie wirkt nicht nur protektiv gegen physische, psychische und neurologische Krankheiten, sondern erhöht auch die geistige Leistungsfähigkeit. Es gibt einige Nahrungsmittel, die gut für das Gehirn sind und einen positiven Einfluss auf die Gedächtnisfunktionen haben können:

Ausreichende Zufuhr von Flüssigkeiten:
Täglich zwei bis drei Liter Wasser, ungesüsste Säfte oder Tee sollten unbedingt konsumiert werden. Die zugeführte Flüssigkeit sorgt dafür, dass das Gehirn ausreichend mit Sauerstoff versorgt und gut durchblutet wird. Erste Anzeichen für ein Flüssigkeitsmangel sind z.B. Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsprobleme.

Ausreichende Zufuhr von gesunden Kohlenhydraten:
Das Gehirn benötigt viel Energie in Form von Kohlenhydraten, denn mehr als ein Fünftel vom täglichen Energiebedarf benötigt alleine das Gehirn. Gesunde Kohlenhydrate von Haferflocken, Vollkornbrot, Kartoffeln, Vollkornreis, Gemüse, Früchte, Fisch, Nüsse, Lein- Raps- oder Walnussöl - liefern den notwendigen Treibstoff für das Gehirn und stellen eine gleichmässig hohe Energieversorgung sicher.

Ausreichende Zufuhr von gesunden Proteinen/Eiweissen:
Proteine bzw. Eiweisse sind für den Informationsfluss im Gehirn äusserst wichtig. Eiweisse wirken im Gehirn als Botenstoffe als sogenannte Neurotransmitter, welche dafür sorgen, dass die Informationssignale innerhalb den Zellen ungehindert fliessen können. Gute Eiweissquellen sind Fisch, mageres Fleisch, magere Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide, Nüsse und natürlich alle pflanzliche Proteine.

Ausreichende Zufuhr von pflanzlichen Mikronährstoffen:
Es ist erwiesen, das Obst und Gemüse gesunde Mikronährstoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe enthalten, welche eine positive Wirkung auf die Gesundheit haben. Nebst diesen Pflanzen bietet uns die Natur eine erstaunliche Vielfalt an Kräutern, welche über wertvolle Nährstoffe und bioaktive Substanzen verfügen, die eine positive Wirkung auf das Gedächtnis und die geistige Leistungsfähigkeit haben. Zahlreiche Kräuter können helfen, die Gehirnfunktion aktiv zu halten sowie Gedächtnis und Kognition zu verbessern und unterbinden die Acetylchlineserase (AchE), den Hauptverursacher beim Alterungsprozess und Alzheimer. Ausserdem besitzen sie oft durchblutungsfördernde, antioxidative, entzündungshemmende und stimmungsaufhellende Wirkeigenschaften. Oft bezeichnet man solche Pflanzen oder Substanzen mit kognitiver Wirkung auch etwas undifferenziert als Nootropika oder Nootropikum, etwas verständlicher ist der Begriff Brainfood oder Gedächtnisnährstoffe. Folgende Pflanzen enthalten wirksame Inhaltstoffe zur Unterstützung der mentalen Leistungsfähigkeit:

Acerola, (Malpighia glabra), Acerolakirsche, Barbadoskirsche, Antillenkirsche
Apfel, (Malus)
Ashwagandha, (Withania somnifera), Schlafbeere, Winterkirsche, Indischer Ginseng
Baldrian, (Valeriana)
Chiasamen, (Salvia hispanica, Salvia columbariae)
Blaubeeren, (Vaccinium corymbosum)
Brahmi, (Bacopa Monnieri), Kleines Fettblatt
Brennnessel, Große Brennnessel (Urtica dioica)
Ginkgo, (Ginkgo biloba)
Ginseng, Asiatischer und Koreanischer Ginseng (Panax ginseng), Amerikanischer Ginseng (Panax quinquefolius)
Gotu Kola, (Centella asiatica), Indischer Wassernabel
Grüntee, (Camellia sinensis), Matcha Grüntee
Guaraná, (Paullinia cupana)
Heidelbeeren, (Vaccinium myrtillus)
Indisches Basilikum, (Ocimum tenuiflorum), Tulsi
Jiaogulan, (Gynostemma pentaphyllum), Unsterblichkeitskraut
Kokosnussöl MCT, (Cocos nucifera)
Koriander, (Coriandrum sativum), Echter Koriander
Kurkuma, (Curcuma longa), Kurkume, Safranwurzel, Gelbwurzel
Leinsamen, (Linum usitatissimum)
Lemongrass, (Cymbopogon citratus), Zitronengras
Pfefferminze, (Mentha × piperita)
Reishi Vitalpilz, (Ganoderma lingzhi), Glänzender Lackporling
Rosenwurz, (Rhodiola rosea), Rhodiola
Rosmarin, (Rosmarinus officinalis)
Salbei, (Salvia)
Shiitake Vitalpilz, (Lentinula edodes)
Wilder Grünhafer, (Avena)
Zitronenmelisse, (Melissa officinalis)

Unser Hirn ist, was es isst | Doku | ARTE 14.09.19

Schokolade hilft gegen Stress und Fisch macht klug – doch ist an solchen Volksweisheiten eigentlich etwas dran? Neue wissenschaftliche Erkenntnisse belegen, dass die Ernährung unmittelbaren Einfluss auf unsere seelische Gesundheit und geistige Verfassung hat. Lassen Eisbecher mit Zuckerstreuseln, Burger, Pizza, Hotdog, Softdrinks und Co. tatsächlich unsere grauen Zellen schmelzen?

Du bist, was du isst! Seit jeher stellt der Volksmund einen engen Zusammenhang zwischen Ernährung und Verhalten her. Forschungsarbeiten in aller Welt belegen derzeit, dass sehr viel Wahres in diesen alten Weisheiten steckt. In Großbritannien beispielsweise hat eine Studie in einem Gefängnis gezeigt, dass Häftlinge, die Vitaminpräparate einnahmen, weniger gewaltbereit waren. Und in Deutschland hat eine Psychologin der Universität Lübeck nachgewiesen, dass die Zusammensetzung des Frühstücks das soziale Verhalten beeinflusst. Doch was passiert wirklich im Gehirn, wenn unsere Menüwahl Honig statt Marmelade und Fisch statt Wurst fällt? Wissenschaftler auf der ganzen Welt versuchen, genau das herauszufinden. Neuro-Nutrition heißt der Wissenschaftszweig an der Schnittstelle zwischen Neurologie und Ernährungswissenschaft. Experimente mit Ratten oder Fliegen geben dabei neue Einblicke in unser Essverhalten. So führt der Konsum von Junkfood bei Laborratten nicht nur zu Fettleibigkeit, sondern hat auch unmittelbaren Einfluss auf ihre Gedächtnisleistung. Viele Wissenschaftler sind davon überzeugt, dass die Auswirkungen ungesunder Ernährung auf das Gehirn mitverantwortlich für die hohe Zahl übergewichtiger Menschen in den westlichen Industrieländern sind. Die Rolle der Darmflora ist schon länger bekannt, doch derzeit decken Wissenschaftler noch andere Zusammenhänge auf. „Brain Food“ zum Beispiel: Die sogenannte Mittelmeerdiät soll die beste Nahrung für die kleinen grauen Zellen liefern. In einer wissenschaftlichen Studie wurde nachgewiesen, dass die Mittelmeerdiät auch bei schweren Depressionen eine Verbesserung zur Folge hatte.

Eine Ernährung im Dienste des Gehirns; diese Idee setzt sich immer mehr durch. Die Wissenschaftler folgen inzwischen allen Fährten. Auch die Gewürze die seit Jahrhunderten in der traditionenellen indischen Medizin Verwendung finden, werden wegen ihrer positiven Wirkung auf die Psyche inzwischen in den Laboren erforscht. Auch rote Früchte wecken ebenfalls grosse Erwartungen. Die enthaltenen Pholyphenole (sekundäre Pflanzenstoffe) haben die Fähigkeit, die im Gehirn geschädigten Neuronen neu zu beleben.

Hinweise

Unsere Informationen können keine persönliche Beratung, eine Untersuchung oder Diagnose durch eine medizinische Fachperson ersetzen. Unsere Information über Pflanzen und Vitalstoffe, rechtfertigen nicht, diese als Ersatz für geeignete Arzneimittel oder medizinische Therapieformen zu betrachten.

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